Thematic focus
- Political History
- Other Approaches
- Museums, Memorials and Exhibitions
- Media and Public Discourse
- Other Forms of History Education
- Inclusive History Education
- Innovative Approaches
- Multi-Perspectivity in History Teaching
- History of National Minorities
- Histories of Discrimination and Persecution
- Remembrance / Collective Memory
- Histories of Violence
- Histories of Wars and Warfare
- History of Anti-Semitism
- History of National Minorities
- Holocaust
- Europe
- 20th Century
- 21st Century
Language
German
Country
Germany
Address
Göttingen
Date
21 August 2026
Time
00:00 - 00:05
(GMT+01:00) Berlin
Description
Das Förderprogramm MemoRails richtet sich an zivilgesellschaftliche Initiativen in Deutschland, die auf kreative und zeitgemäße Art und Weise an die Verbrechen des NS-Regimes und ihre Folgen an Bahnhöfen in Deutschland erinnern. Ziel ist es, Bahnhöfe als Orte der NS-Verfolgung sichtbar zu machen, Geschichten von Verfolgten, aber auch von Täter:innen zu recherchieren und mit verschiedenen Gedenk- und Veranstaltungsformaten, jeweils abgestimmt auf die individuellen Gegebenheiten vor Ort, im Bahnhofsumfeld, an sie zu erinnern. Die lokale Bevölkerung soll in die Erinnerungsarbeit einbezogen werden. Am ehemaligen Güterbahnhof Göttingen entsteht ein Theaterstück, das Erinnerung, Verantwortung und Kultur verbindet. Heute erinnert vor Ort kaum etwas an die Verbrechen, die hier stattfanden. Das Deutsche Theater Göttingen widmet sich im Projekt „MemoRails“ der Geschichte von Bahnhöfen als alltäglichen Orten der NS-Verfolgung und macht die Schicksale der Menschen sichtbar. Im Zentrum stehen Göttinger Einzel- und Familienschicksale: Zeitzeug*innen-Berichte und Deportationen erhalten Gestalt – sowohl die der Verfolgten, die von hier in Konzentrationslager verschleppt wurden, als auch die der Zwangsarbeiterinnen, die ankamen und in der Rüstungsindustrie ausgebeutet wurden. Heute dient der Ort als Probebühne und soll zu einem lebendigen Erinnerungsraum werden. Gemeinsam mit Museen und Historiker*innen sammelt das Theater Fakten und persönliche Zeugnisse und entwickelt neue künstlerische Zugänge zu den NS-Verbrechen. Die Inszenierung macht den Bahnhof zum Ort der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit.
Organiser
Deutsche Theater Göttingen gGmbH (DTG) gefördert als Drittmittelprogramm durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und der Stiftung EVZ.
